chocoFAIR

Wichtiger noch als eine gelungene chocolART ist uns der Erhalt der reichen Kultur der Schokolade. Dafür beteiligen wir uns an einigen Initiativen zu fairer Schokolade mit gutem Gewissen, bewerben Aufklärungsmaßnahmen rund um das Thema Schokoladenherstellung und machen es uns zum Ziel, zu einer ökologisch sinnvollen Zukunft der Kakaoindustrie beizutragen.

The Chocolate Way

The Chocolate Way ist eine Europäische Organisation, welche die schokoladigen Angebote auf der Schokoladenstraße quer durch Europa für alle Interessierten und Liebhaber:innen der vielfältigen Köstlichkeit erlebbar machen möchte. Dabei sollen Besucher:innen und Konsument:innen nicht nur eine Reise durch
die Kultur und Geschichte im jeweiligen Land unternehmen können. Das The Chocolate Way-Manifest, dem alle Beteiligten für den Beitritt und die Mitarbeit bei der Organisation persönlich beipflichten müssen, ist der ethische Rahmen in dem sich die Förderung und der kulturelle Austausch sowie die historische
Auseinandersetzung mit den Kakaoanbauländern bewegt. Eine Zusammenarbeit mit den Kakao-Anbauländern, der wissenschaftliche Austausch – sowohl in den Bereichen Geschichte und Kultur als auch in Wirtschaft, Tourismus und Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Baustein dieses Manifests.

Am 23. Juli 2021 unterzeichneten die „UTE – Universidad Technológica Equinoccial“ und „The Chocolate Way – Ethical, Cultural and Sustainable Legacy of Cocoa in Europe“ eine Kooperationsvereinbarung, aus der eine wichtige Partnerschaft zur Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen und den Partnern entstanden ist. Ziel sind gemeinsame Initiativen, an denen die Kakao-produzierenden Ländern beteiligt sind. Diverse Maßnahmen sollen hierzu auf wissenschaftlicher, aber auch auf praktischer Ebene eingeleitet werden um Wissen und Kapazitäten für alle im schokoladenproduzierenden und -verarbeitenden Handwerk – von Landwirt:innen bis zu Chocolatiers – zu verbessern und für die Ursprungsländer des Kakaos einen besseren Marktzugang zu den Verbraucher:innen zu ermöglichen.

Die Tübingen Erleben GmbH hat als deutscher Koordinator von „The Chocolate Way“ das Ziel, an den bestehenden Projekten zu partizipieren und auf Basis dieser ethischen Grundsätze Kooperationen auch zwischen Deutschland und kakaoproduzierenden Ländern zu schaffen. Der diesjährige „chocoMARKT“ ist der Startschuss für dieses künftige Netzwerk, für eine Kooperation auf Augenhöhe.

www.thechocolateway.eu

       

V.l.n.r: Nino Scivoletto, Präsident „The Chocolate Way“; Juan Pablo Holgúin
I., Dekan der Fakultät für Gastronomische Wissenschaften und Tourismus
von der Universität UTE in Ecuador; Sofia Roussou, Tübingen Erleben GmbH
– Deutsche Koordination und Vorstand „The Chocolate Way“

Die KALLARI-KOOPERATIVE und die Kallari Futuro GmbH

Kallari ist eine Kleinbauer:innenkooperative aus Kichwa Familien in Ecuadors Amazonastiefland, die hauptsächlich zu ihrer Eigenversorgung traditionell nachhaltig Kakao anbauen. Das Ziel von Kallari ist einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung von Artenvielfalt, Kultur und Tradition, sowie fairer Handel zu leisten, der auf Augenhöhe die Kulturen von Konsumenten und Anbauländern verbindet. Die Rohstoffe für die Produkte der Kooperative wachsen auf fruchtbaren Böden in ihrem natürlichen Ökosystem – ganz ohne chemische Dünger oder Pestizide: vegan, ökologisch und tierfreundlich. Die Schokoladen werden von der Bohne bis zur Tafel lokal hergestellt und fair verkauft über die Kallari Futuro GmbH, wodurch die finanzielle Unabhängigkeit der Bauer:innen möglich wird. Die Kallari Futuro GmbH ist ein Unternehmen, das sich dem fairen und direkten Handel mit der Genossenschaft KALLARI und anderen kleinen
Initiativen aus dem Amazonasgebiet widmet. Ziel des Unternehmens ist es eine Brücke zu schlagen zwischen den Kund:innen, die hervorragende Produkte aus nachhaltigem Anbau genießen können und der beeindruckenden südamerikanischen Natur wie auch der traditionellen Lebensart der Menschen, die auch heute noch viele Völker Südamerikas in ihrer Lebensweise auszeichnet. Damit wird aber auch das Verständnis und die Wertschätzung zwischen verschiedenen Kulturen Südamerikas und Europa durch direkten, fairen und nachhaltigen Handel gefördert.

Dabei sollen kleine Erzeuger:innen, vor allem aus indigenen Völkern, in der direkten Vermarktung ihrer Produkte gefördert werden. Damit wird ein bedeutender Beitrag zur Erhaltung von Artenvielfalt, sowie Kultur und Tradition dieser Erzeuger:innen geleistet. Kooperationspartner:innen sind hauptsächlich
Kleinbauer:innenkooperativen (wie Kallari), die ihre Rohstoffe in nachhaltiger Permakultur anbauen. Mit der Kallari Futuro GmbH wird ihnen der Zugang zum europäischen Markt ermöglicht. Die Wertschöpfungskette verbleibt dabei vollständig vor Ort. So können den Kund:innen in Europa Edelschokolade, Guayusa Tee und Vanille – Produkte mit Tradition, auf die die Menschen aus den Anbauländern sehr stolz sind – angeboten werden.

Raquel Cayapa, die in Ecuador geboren und aufgewachsen ist, ist die treibende Kraft der Kallari Futuro GmbH für die Vermarktung der Produkte hier in Deutschland. Seit ihrer Kindheit liebt Raquel Schokolade. Ihre Familie baute Kakao an und verkaufte diesen auf dem lokalen Markt. Mit Schokolade kennt sie sich aus, daher unterstützt sie Kleinbauer:innengenossenschaften aus dem Amazonasgebiet Ecuadors beim Verkauf ihrer Schokoladenprodukte in Europa. Sie glaubt daran, dass Nachhaltigkeit, soziale Fairness sowie der Erhalt von Natur und Traditionen in einer globalisierten Welt möglich sind.

www.kallari-futuro.de

Faires Schokoladen Tasting mit Raquel Cayapa @chocoZEIT 2020

Raquel Cayapa, Geschäftsführerin der Kallari Futuro GmbH

Bittere Bohne – Süßes Vergnügen?

Eine Ausstellung über Kakao und die Menschen, die mit ihm zu tun haben

Schokolade versüßt den Alltag vieler Menschen, doch der Blick auf die Anbaubedingungen von Kakao verdirbt oft den Geschmack. In der Ausstellung „Bittere Bohne – süßes Vergnügen“ zeigt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf, wie der Kakaoanbau nachhaltiger werden kann und welche Rolle jede und jeder Einzelne dabei spielt. Die Schautafeln informieren über den Anbau und die Verarbeitung von Kakao und beschreiben die Lebensbedingungen der Kakaobäuerinnen
und Kakaobauern.

Ausstellungszeitraum:
24. November – 11. Dezember 2021

Ausstellungsort:
Stadtbücherei Tübingen

www.tuebingen.de/stadtbuecherei

www.kakaoausstellung.de

Die Tübinger Stadtschokolade

Nachhaltiger Genuss aus einer Hand:
Unter diesem Motto steht die Tübinger Stadtschokolade. Sie wird aus dem Kallari-Edelkakao in Ecuador gefertigt. Mit dem Verkauf unterstützt die Fairtrade-Stadt Tübingen die Kleinbauern-Genossenschaft Kallari. Die faire und vegane Bio-Schokolade ist in folgenden Geschäften, Cafés und Einrichtungen erhältlich!

Weitere Informationen zur Stadtschokolade finden Sie hier!

Rückblick auf Faire & Soziale Projekte während der vergangenen Märkte

Seit 01. Dezember 2010 ist Tübingen offizielle Fairtrade-Stadt. Auch die chocolART macht mit und gestaltet Deutschland größtes Schokoladenfestival “fair”.Beim chocoMARKT achten viele Aussteller darauf, dass ihre Produkte aus fair gehandelten Rohstoffen produziert werden, um so einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kakaobauern zu leisten. Gekennzeichnet sind diese Aussteller mit dem Symbol faire Bohne!

Das Milchkonzept auf dem chocoMARKT

Die chocolART setzt auf regionalen Bio-Milch Hochgenuss plus Nachhaltigkeit. Die Top-Chocolatiers bereiten ihre hochwertigen Trinkschokoladen nur mit regional erzeugter Bio-Milch bester Qualität zu. Ziel ist es, den erlesenen komponierten Trinkschokoladen zur vollen Entfaltung ihres Geschmacks zu verhelfen und gleichzeitig einen Beitrag zur Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen zu leisten. Die regionale Bio-Milch führt zu einer Stärkung der regionalen Landwirtschaft, es werden faire Preise bezahlt und mit kurzen Transportwegen die CO²-Emissionen gesenkt.

Faires Schokoladen Tasting mit Raquel Cayapa @chocoZEIT 2020

Woher kommen unsere Lebensmittel?

Worum geht es bei Fairtrade?

“Schmutzige Schokolade“ – Kinderarbeit beim Kakaoanbau